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Die Welle

(Film, Schulkinowoche)
Deutschland • 2008 • Regie: Dennis Gansel
Literaturverfilmung
Die Welle

Die Welle

Die Welle

Von Anfang an machen die Oberstufenschüler in der Projektwoche zum Thema Autokratie deutlich, dass sie keine Lust darauf haben, schon wieder über den Nationalsozialismus zu sprechen. Eine Diktatur wäre heute in Deutschland ohnehin nicht mehr möglich. Rainer Wenger, ihr ebenso beliebter wie unangepasster Lehrer, ist sprachlos und stellt sein geplantes Kursprogramm um. Anstatt wie sonst auf Augenhöhe zu unterrichten, führt er strenge Verhaltensregeln ein. Doch zu seiner Überraschung stößt dies nicht auf Ablehnung und die meisten Schüler machen bereitwillig mit. Auf die Regeln folgen an den nächsten Tagen eine Uniform, der Gruppenname "Die Welle" und ein Erkennungszeichen. Doch zugleich nutzen die Schüler ihr neues Zusammengehörigkeitsgefühl auch, um andere unter Druck zu setzten. Und auch Wenger droht seine Rolle als charismatisches Idol zu entgleiten.

Umsetzung
Das Drehbuch des Films basiert sowohl auf den Aufzeichnungen des ehemaligen US-Lehrers Ron Jones, der ein ähnliches Projekt durchführte, sowie auf einer Verfilmung des Stoffs für das US-Fernsehen aus dem Jahr 1981. Durch die Verlagerung des Schauplatzes in eine namenlose deutsche Stadt greifen zum einen Vorurteile über bestimmte Regionen nicht, zum anderen wirkt die Geschichte dennoch relevant und nah. Texteinblendungen der Wochentage geben den Rhythmus des Films vor und signalisieren zugleich die Zuspitzung der Situation. Mit jedem verstrichenen Tag werden die Ansichten radikaler und entwickeln eine Eigendynamik, die kaum mehr gebremst werden kann. Die düster gehaltenen Bilder unterstreichen die bedrohliche Atmosphäre, während der treibende Musikmix aus Rock und elektronischer Musik das Lebensgefühl der Jugendlichen beschreibt: ein Jugendfilm im Gewand eines Thrillers.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Das Perfide der Geschichte liegt vor allem darin, wie positiv besetzte Werte wie zum Beispiel Zusammengehörigkeit oder Gemeinschaft allmählich ins Negative verkehrt werden. Indem der Film in kleinen Schritten die Radikalisierung einer Gruppe beobachtet, macht er diese Entwicklung jedoch erkennbar. Das offene Ende, das die Schüler im Film orientierungslos zurücklässt vielleicht noch orientierungsloser, als sie zu Beginn des Films waren regt zum Nachdenken an und bietet einen guten Ansatzpunkt für eine Diskussion über Demokratie und Macht, Gruppenzugehörigkeiten und Ausgrenzungen, über Orientierung, den Umgang mit der deutschen Vergangenheit und die Verantwortung charismatischer Vorbildfiguren.

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Veranstaltungsinfos
Sprache: Deutsch
Internetadresse: http://www.visionkino.de/WebObjects/VisionKino.woa/wa/CMSshow/1114165
Dauer der Veranstaltung: 107 Minuten
Empfehlung Klassenstufe: 8 bis 12
FSK Freigabe: 12 Jahre
Teilnehmerzahl: 0 bis 0 Personen
Arbeitsmaterial:

Thema:
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